Es gibt Begegnungen, in denen jemand Platz nimmt, eine Frage stellt – und ich spüre bereits, dass die eigentliche Frage eine andere ist. Nicht, weil ich Gedanken lese. Nicht, weil ich alles weiß. Sondern weil sich Menschen nicht nur durch Worte zeigen.
Ein Satz klingt fester, als die Person sich fühlt. Eine Antwort kommt zu schnell. Jemand spricht über den Beruf, aber der Blick geht dabei immer wieder zur Seite. Genau in solchen Zwischenräumen beginnt Hellfühligkeit.
Was Hellfühligkeit für mich bedeutet
Ich verstehe Hellfühligkeit nicht als Schaustück und nicht als Beweis. Für mich ist sie eine feine Form der Aufmerksamkeit: Ich nehme Stimmungen, Widersprüche, innere Bilder und emotionale Bewegungen wahr, bevor sie ausgesprochen sind. Manchmal entsteht ein Satz in mir, manchmal nur ein Gefühl, manchmal ein Bild.
Wichtig ist mir dabei: Ich behandle solche Eindrücke nicht als Tatsachen. Ich spreche sie achtsam an und prüfe gemeinsam mit dem Menschen, ob sie etwas mit seiner Situation zu tun haben. Erst dann wird daraus ein Gespräch.
„Die Karten bestätigen oft das, was im Raum schon leise angeklungen ist.“
Die gestellte Frage ist nicht immer die eigentliche Frage
Ein Beispiel, das ich in ähnlicher Form immer wieder erlebe: Jemand fragt nach einem Jobwechsel. Auf dem Tisch geht es aber bald nicht mehr nur um Arbeit. Es geht um Anerkennung, um eine Beziehung, die Kraft kostet, oder um die Angst, eine Entscheidung nicht rückgängig machen zu können.
Die Karten helfen dann, diesen Kern sichtbar zu machen. Sie geben der Wahrnehmung eine Struktur. Doch sie sind nicht der Anfang von allem. Manchmal waren die Frage und die Antwort schon vorher im Raum – nur noch nicht benannt.
Warum ich trotzdem mit Karten arbeite
Die Karten geben dem Gespräch einen Boden. Sie zeigen Zusammenhänge, Entwicklungen und Themen, die besprochen werden wollen. Für viele Menschen ist es leichter, über ein Kartenbild zu sprechen als über ein diffuses Gefühl.
Meine Arbeit verbindet deshalb beides: die Karten als Zugang und meine hellfühlende Wahrnehmung als zweite Ebene. So entsteht kein starres Deuten, sondern ein lebendiges Gespräch.
Was du von mir erwarten darfst
Ich werde dir nichts aufzwingen und keine Sätze formulieren, nur damit sie spektakulär klingen. Wenn ich etwas wahrnehme, sage ich es so, dass du es prüfen kannst. Wenn ich nichts wahrnehme, sage ich auch das. Ehrlichkeit gehört für mich zur Qualität dieser Arbeit.
Du musst deine Frage nicht perfekt formulieren. Oft reicht der erste Satz. Den Rest finden wir gemeinsam – persönlich in Friedrichshafen oder in einer telefonischen Beratung.